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        Vettel für Qualifying gerüstet
        Webber: "Das hat mich kalt erwischt"
        Valencia: Vettel besiegt die Engländer!
        Schumacher: Als Reizfigur noch immer unschlagbar
        Ferrari enttäuscht: Bitterer Beigeschmack
        Red Bull: Doppelter Grund zur Erleichterung
        Rennleitung: Zeitstrafe für neun Fahrer
        Red Bull wieder top: Diesmal Vettel an der Spitze
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Red Bull: Doppelter Grund zur Erleichterung

Red Bull erlebte einen bewegenden Großen Preis von Europa. Am Ende gab es doppelten Grund zur Freude. Zum einen, weil Mark Webber einen schweren Unfall wie durch ein Wunder unverletzt überlebte, zum anderen, weil Sebastian Vettel nach einer längeren Durststrecke endlich wieder einmal ganz oben auf dem Podium stand.

"Es ist gut, wieder gesiegt zu haben", so Vettel. "Zudem auf einer Strecke, auf der wir nicht erwartet hatten, so stark zu sein. Aber wir waren die ganze Zeit über schnell genug, um davon zu ziehen, Lücken aufzutun und dann das Auto bis zum Ziel zu fahren. Aber es war nicht so einfach wie erwartet."

"Es ist gut, viele WM-Punkte gesammelt zu haben, und die Jungs können extrem stolz sein auf ein solch gutes Wochenende von ihnen. Am wichtigsten ist jedoch heute die Tatsache, dass Mark zwar einen gewaltigen Abflug hatte, jedoch in Ordnung ist. Das zeigt, dass die Autos sicherer und sicherer werden, aber es besteht immer noch eine Menge Risiko. Es ist aus diesem Grund gut, dass er okay ist."

"Ich war deutlich schneller unterwegs als Heikki", beginnt Webber seine Analyse des Unfalls. "Und dann bremste er weit, weit vor dem Bremspunkt - rund 80 Meter früher - und an diesem Punkt war ich nur noch ein Passagier. Das Auto war Gott sei Dank sehr sicher. Ich bin in Ordnung, ich habe ein paar Punkte verloren, aber am Ende sorgt man sich nicht um Punkte, wenn man dort oben in der Luft ist. Ich machte mir Sorgen darüber, ob ich in Ordnung und für Silverstone bereit sein würde."

"Man kann nicht kontrollieren, wo man hinfliegt, und wie hart der Aufprall wird. Natürlich waren die Einschläge sehr hart, aber es ist gut, dass ich in Ordnung bin. Das war mein Chassis, mit dem ich in Monte Carlo und Barcelona gewann, und mit dem ich eine Menge Pole-Positionen geholt habe. Das Chassis war zu mir gut, und es war heute zu mir gut, hat mich vor ein paar Verletzungen bewahrt. Ich bleibe unglaublich positiv gestimmt, wir machen weiter, die Meisterschaft ist erst zur Hälfte gelaufen. Verdammt, lasst uns einfach weitermachen."

"Das Wichtigste ist heute, dass Mark Webber in Ordnung ist", so Teamchef Christian Horner. "Das war ein ziemlich übler Unfall, das Chassis hat das Schlimmste verhindert. Nach einem ziemlich üblen Unfall ist er in Ordnung. Er hat ein paar blaue Flecken, aber keine schweren Verletzungen."

"Er hatte natürlich einen großen Geschwindigkeitsüberschuss gegenüber Kovalainen. Er wollte sofort vorbei. Ich glaube, er war völlig überrascht, an welchem Punkt der Lotus da gebremst hat. Das war so früh, dass er keine Möglichkeit mehr hatte zu reagieren. Ich würde nicht sagen, dass das Heikkis oder Marks Fehler war. Das war einfach der Geschwindigkeitsunterschied zwischen diesen beiden Autos."

"Sebastian fuhr ein sehr reifes Rennen und kontrollierte seine Geschwindigkeit perfekt. Nach viel Pech in der jüngsten Vergangenheit wird dieses Ergebnis für seine Zuversicht eine Motivation darstellen."

Allerdings hatte Vettel am Anfang schon eine Berührung mit Hamilton: "Da begann das Duell heute zwischen Deutschland und England schon sehr früh. Ich würde sagen, das war ein normaler Zwischenfall im Rennen. Beide Fahrer haben hart Druck gemacht. Ich denke, das war der Fehler von Lewis, weil Sebastian auf der Ideallinie schon vorne lag. Da kann er nicht so attackieren. Er war noch nicht einmal neben dran. Gott sei Dank ist beiden passiert."

"Das größte Problem hatte Sebastian beim Neustart, da waren seine Bremsen noch nicht warm genug, da haben sie blockiert. Er ist aber gut damit umgegangen."

"Abschließend Gratulation an alle Mitglieder des Teams zu einer unermüdlichen harten Arbeit, welche bei jedem Rennen dem Auto seine Leistung schenkt. Wir freuen uns nun auf Silverstone in zwei Wochen."

"Wir haben sehr gemischte Gefühle", so Renault-Chefingenieur Fabrice Lom. "Wir sind für Seb sehr glücklich, er hat das Rennen gewonnen, von Anfang bis zum Ende ohne Probleme und der Motor funktionierte sehr gut. Das war für eine Seite der Garage ein perfektes Wochenende."

"Unglücklicherweise hatten wir mit Mark einen Unfall und sind sehr, sehr glücklich, dass er in Ordnung ist. Alles in allem war es für das Auto ein gutes Wochenende, die Leistung war sehr gut. Wir haben gegen McLaren ein paar Punkte verloren, aber nicht allzu viele."

Mercedes: Ein Wochenende zum Vergessen

Nico Rosberg und Michael Schumacher beendeten den Grand Prix von Europa auf den Plätzen zwölf und 16. Die Safety-Car-Phase nach dem Unfall von Mark Webber beeinträchtigte den Rennverlauf für beide Mercedes-Fahrer. Rosberg verlor den Vorteil seines frühen Boxenstopps in Runde acht. Schumacher wurde nach seinem ersten Routinehalt in Runde elf am Ende der Boxenstraße durch die rote Ampel aufgehalten. Da Überholen in Valencia kaum möglich ist, hatten beide Fahrer keine Chance, nach vorn zu fahren.

"Kein tolles Rennen und Spaß hat es auch nicht gemacht", so Geburtstagskind Rosberg. "Ich kämpfte um Grip und hatte Mühe, meine Bremsen zu schonen - so war es mir nicht möglich, mich zu verbessern. Doch auch in solchen Rennen kann man Erfahrungen für später sammeln. Ein schwaches Wochenende für uns alle und wir müssen hart arbeiten, um unsere Probleme zu lösen und uns zu steigern."

"Was für ein Rennen", so Schumacher. "Es wäre schön, wenn man die Situation in der Safety-Car-Phase klären könnte, als die rote Ampel an der Boxenausfahrt nach meinem ersten Stopp mein Rennen zerstörte. Ohne diesen Vorfall hätte ich recht gute Chancen gehabt."

"Unserer Ansicht nach hatte das Safety-Car die Boxen passiert, ohne dass die Auto dahinter aufgereiht waren, deshalb hätte die Ampel nicht rot zeigen dürfen. Für einen Moment leuchtete grün, doch dann sprang die Ampel gleich wieder auf rot. Das war unserer Meinung nach nicht in Ordnung. Unsere Strategie war in diesem Zusammenhang richtig, denn wir hatten die Möglichkeit, sogar in Podiumsnähe ins Ziel zu kommen."

"Ein enttäuschendes Ende unseres Wochenendes in Valencia", meinte Teamchef Ross Brawn. "Unsere Autos liefen heute ordentlich, doch wir waren erneut durch unser schlechtes Qualifying gehandicapt. Dieses Problem müssen wir schnellstens beheben. Nico wurde am Start eingeklemmt und fiel zurück, deshalb entschieden wir uns für einen frühen Boxenstopp. Die Safety-Car-Phase brachte uns jedoch um den erhofften Vorteil."

"Für Nico ging es danach nur darum, seine Position zu halten, da er seine Bremsen schonen musste, was er sehr gut löste. Michael hätte deutlich vom Safety-Car profitieren können. Da die führenden Fahrer noch nicht direkt hinter dem Safety-Car fuhren, wurde Michael vorbei gewinkt und erhielt so die Chance für seinen Boxenstopp. Unsere Berechnungen sagten, dass die weichere Reifenmischung bei ihm bis zum Ziel halten würde."

"Doch durch die rote Ampel an der Boxenausfahrt verlor er sehr viel Zeit. Wir glauben, dass die Regeln in diesem Punkt eindeutig sind - die Ampel zeigt erst rot, wenn die Autos hinter dem Safety-Car formiert sind. Wir würden uns freuen, wenn die FIA dies überprüft."

"Denn die Autos fuhren noch nicht in Reihe und zwischen Hamilton und Kobayashi lagen über 18 Sekunden, als Michael an die Box fuhr. Michael gab sich alle Mühe, den Rückstand wett zu machen, aber am Ende war es ein enttäuschender Nachmittag."

"Michael wurde durch die rote Ampel am der Boxenausfahrt um ein gutes Ergebnis gebracht", so Mercedes-Sportchef Norbert Haug. "Dies geschah im Gegensatz zu unserem Verständnis der Regeln, wonach die Boxenausfahrt geöffnet bleibt, bis sich hinter dem Safety-Car eine Reihe gebildet hat."

"Das war nicht der Fall, da es hinter Lewis Hamilton eine Lücke von mehr als 18 Sekunden gab, während Michael an der Box war. Er wäre als Dritter in diese Lücke gefahren, hätte die rote Ampel dies nicht verhindert. Michaels Rennen war ruiniert, obwohl er konstant schnelle Rundenzeiten fuhr. Trotz dreier Boxenstopps und der langen Wartezeit an der Boxenausfahrt lag er letztlich 6,5 Sekunden hinter den Punkteplätzen."

"Nico musste das ganze Rennen über auf seine Bremsen achten und war dadurch gehandicapt. Für unser Team war es ein Wochenende zum Vergessen, aber wir werden bald stärker."