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Qualifying-Generalprobe geht an Vettel
Die Qualifikation zum Großen Preis von Europa verspricht spannend zu werden. Schon im letzten Freien Training gab es viele Positionswechsel an der Spitze und das Feld lag am Ende der 60 Trainingsminuten in Valencia eng beieinander - zwölf Autos lagen innerhalb von weniger als einer Sekunde.
Die Nase hatte am Ende Sebastian Vettel vorn, der im Red Bull eine Zeit von 1:38.052 Minuten realisierte. Auf den Plätzen zwei folgt Robert Kubica im Renault (+0,102 Sekunden) vor Mark Webber im zweiten Red Bull (+0,261) und einem starken Adrian Sutil im Force Inida (+0,448).
Fernando Alonso im Ferrari folgte auf der fünften Position (+0,461), gefolgt von Rubens Barrichello im Williams (+0,571), Vitantonio Liuzzi im Force India (+0,624), Felipe Massa im Ferrari (+0,634) sowie den beiden McLaren-Mercedes-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton auf den Positionen neun und zehn.
Nico Rosberg im Mercedes wurde Elfter (+0,770), Sébastien Buemi Zwölfter (+0,998), Nico Hülkenberg Dreizehnter (+1,053), Michael Schumacher 15. (+1,170). Timo Glock wurde mit 3,903 Sekunden Abstand auf Position 21 geführt.
Drei Autos pro Team derzeit nicht aktuell
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass er gerne ein drittes Auto für Starfahrer wie Valentino Rossi oder Sébastien Loeb einsetzen würde - eine Idee, die ursprünglich entstanden ist, als die Formel 1 Gefahr lief, auf ein Starterfeld mit weniger als 20 Teilnehmern zu schrumpfen. Doch derzeit ist das Thema nicht aktuell.
"Wir haben zwölf Teams, da brauchen wir kein drittes Auto", findet Peter Sauber. "Bei sieben Teams könnte es notwendig sein." Auch HRT-Teamchef Colin Kolles meint, dass zwei Autos "genug" sind: "Wir würden kein drittes Auto einsetzen. Das wäre eher für die Topteams was. Wir sind nicht in einer Position, drei Autos zu fahren." Schließlich wäre das mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.
Kolles' ehemaliger Chef Vijay Mallya ist eher besorgt, dass das Starterfeld "für manche Strecken zu groß" ist, sagt aber gleichzeitig: "Ich bin nicht grundsätzlich gegen ein drittes Auto. Die Kosten für Bau und Einsatz wären nicht allzu groß. Sollte also der Bedarf da sein, würden wir es machen", erklärt der Force-India-Eigentümer.
Ferrari-Technikchef Aldo Costa betont indes, dass di Montezemolo die Erweiterung der Teams eher für Zeiten mit einem kleinen Starterfeld angedacht hatte, was derzeit nicht der Fall ist, zumal nächstes Jahr ein weiterer neuer Rennstall hinzukommen soll. Aber aufgrund der Ressourcenbeschränkung wäre die Idee im Moment auch nicht praktikabel.
"Mit Vorlauf könnten wir es machen, aber nicht nächstes Jahr", stellt Costa klar. "Aufgrund der Ressourcenbeschränkung fahren wir mit minimalen Ersatzteilen und sehr wenigen Chassis. Daran müssen sich alle Teams halten, daher wäre es nicht möglich, über Nacht ein drittes Auto zu haben. Aber sollte es ein Programm dafür geben, dann wären wir bereit."
Force India: Fortschritte mit dem F-Schacht
Das Force-India-Team erlebte erneut einen positiven Auftakt. Adrian Sutil erzielte am Freitag mit 0,737 Sekunden Rückstand die achtschnellste Zeit und schaffte damit den Sprung in die Top 10. Teamkollege Vitantonio Liuzzi hatte 1,104 Sekunden Rückstand zu verzeichnen und wurde Zwölfter. Im Freien Training am Vormittag fuhr Paul di Resta in Sutils Auto. Der Ersatzfahrer des Teams belegte mit 2,262 Sekunden Rückstand Position 16.
"Ich fuhr nur im zweiten Training, aber es lief heute gut, nach Plan", so Sutil. "Ich war von Anfang an mit der Balance glücklich, und ich habe sie während der Einheit nicht allzu sehr verändert. Der umschaltbare Heckflügel funktioniert nun sehr gut, und er macht einen wirklichen Unterschied aus."
"Die Geschwindigkeit auf dem Longrun war auch gut, alles in allem gab es keine wirklichen Probleme. Das war ein ziemlich entspannter Tag. Zu diesem Zeitpunkt können wir nicht exakt vorhersagen, was morgen passieren wird, aber auf Basis unserer heutigen Geschwindigkeit denke ich, dass wir stark sind. Ich hoffe, dass wir dieselben Positionen haben können, welche wir in Montréal hatten, oder in der Nähe. Der dritte Qualifying-Durchgang ist auf Basis dessen, was wir im Training gesehen haben, definitiv möglich."
"Es war für uns ein ganz guter Freitag", so Liuzzi. "Ich habe die erste Einheiten verwendet, um die Strecke zu lernen. Es ist ein ziemlich seltsamer Kurs, der es nicht allzu viele Kurven gibt, aber er ist ziemlich technisch und die Randsteine sind etwas seltsam, da man eine sehr präzise Linie finden muss."
"Das Auto reagiert gut auf Veränderungen, und wir scheinen mit wenig Benzin ziemlich konkurrenzfähig zu sein. Wir verfügen auch über ein paar gute Informationen über den F-Duct, und er arbeitet besser als in der Türkei. Wir müssen lediglich ein paar kleine Schritte machen, um die Balance anzupassen, aber wir gehen in die richtige Richtung und ich denke, dass wir uns für den morgigen Tag ein wenig verbessern können."
"Es hat sich gut angefühlt, nach einer Weile des Zuschauens aus der Garage wieder zurück im Auto zu sein", so di Resta. "Valencia war für mich wieder eine komplett neue Strecke, aber es war relativ einfach sie zu lernen, da es nicht so viele Kurven gibt. Es geht geradeaus, dann lenkt man ein."
"Die Haftung war zu Beginn sehr niedrig, und die Strecke war sehr staubig, aus diesem Grund haben die Reifen schnell Graining gezeigt, was bestimmt auch einigen anderen Fahrern so gegangen ist. Ich konnte dennoch ziemlich schnell auf Geschwindigkeit kommen, und habe das Programm abgeschlossen, das wir uns vorgenommen hatten."
"Wir haben unser normales Programm abgeschlossen und verschiedene Themen abgearbeitet", so Chefingenieur Dominic Harlow. "Während der Einheiten verbesserte sich die Strecke beträchtlich, und alles in allem sind wir zufrieden mit der Art und Weise, wie das Auto am Ende des Nachmittags Leistung gezeigt hat."
"Es sieht danach aus, als würde es weiterhin warm bleiben, und wir müssen nun die weitere Entwicklung der Bedingungen und Reifen während der Veranstaltung beobachten, um am Sonntag das bestmögliche Ergebnis zu erzielen."
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