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        Vettel für Qualifying gerüstet
        Webber: "Das hat mich kalt erwischt"
        Valencia: Vettel besiegt die Engländer!
        Schumacher: Als Reizfigur noch immer unschlagbar
        Ferrari enttäuscht: Bitterer Beigeschmack
        Red Bull: Doppelter Grund zur Erleichterung
        Rennleitung: Zeitstrafe für neun Fahrer
        Red Bull wieder top: Diesmal Vettel an der Spitze
        Ratlosigkeit regiert bei Michael Schumacher
        Qualifying-Generalprobe geht an Vettel
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Grand Prix Europa - Deutschland lässt England hinter sich

Sebastian Vettel im Red Bull hat den GP von Europa in Valencia vor den beiden Engländern Lewis Hamilton und Jenson Button gewonnen. Damit verbesserte er sich in der WM-Wertung auf Platz drei hinter den beiden McLaren-Piloten. Sein Teamkollege Mark Webber fiel nach einem spektakulären Unfall aus.

Schon in der ersten Runde war der australische Teamkollege von Vettel der große Verlierer. Bis auf Rang neun fiel Webber in der Anfangsphase zurück. Gleich nach dem Start fuhr Hamilton von Startplatz drei nach vorn und forderte auch Pole-Sitter Vettel heraus. Beim Duell in der ersten Kurve berührten sich beide Autos zwar, die Piloten konnten aber das Rennen fortsetzen. "Es war leichter, als ich dachte", sagte Vettel über seinen Sieg. "Schön, dass wir hier vorn sind, auf einer Strecke, wo wir das nicht erwartet haben."

Vettel setzte sich anschließend von seinem härtesten Konkurrenten kontinuierlich ab, ehe sein Teamkollege in der neunten Runde bei einem Überholvorgang von Heikki Kovalainen ausgebremst wurde und abflog. Nachdem er sich überschlagen hatte, krachte er mit seinem Red Bull ungebremst in die Reifenstapel. Da er aber mit der Seite auf dem Asphalt aufschlug, kam der Australier glimpflich davon.

Aus für Webber und Kovalainen

"Außer ein paar blauen Flecken hat er sich keine Verletzungen zugezogen", sagte Red-Bull-Teamchef Christian Horner nach dem Rennen. Allerdings war sowohl für Webber als auch für Kovalainen der Grand Prix vor herrlicher Kulisse am Hafen von Valencia frühzeitig beendet.

Während der anschließenden Safety-Car-Phase traf das Team Mercedes GP einen folgenschweren Fehler. Statt Schumacher so lange wie möglich mit den harten Reifen fahren und sich nach vorne arbeiten zu lassen, holten sie ihn in die Box. Noch bevor das Rennen wieder frei gegeben wurde, kam er noch einmal zum Reifenwechseln und ließ sich wieder die harten Pneus aufziehen.

Das Rennen war zu dieser Phase allerdings schon gelaufen. Schumacher fand sich nach der Safety-Car-Phase auf Platz 17 wieder und konnte sich bis zum Ziel nur noch um eine Position verbessern. Wie man sich in solchen Situationen nach vorn arbeiten kann, demonstrierte das Sauber-Team. Es ließ Kamui Kobayashi auf der Stecke und sorgte somit dafür, dass der Japaner bis auf Platz drei vorfuhr, während die Konkurrenten allesamt an der Box waren.

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Kobayashi überholt Alonso

Bis drei Runden vor Schluss konnte sich Kobayashi auf Rang drei halten, ehe er noch einmal an die Box musste. Mit frischen Reifen konnte er sich kurz vor Schluss noch von Rang neun auf Platz sieben verbessern und überholte dabei sogar noch den zweifachen Weltmeister Fernando Alonso, der sich am Ende mit Rang neun begnügen musste.

An der Spitze profitierte Vettel von einer Durchfahrtsstrafe gegen Hamilton. Der McLaren-Pilot hatte das Safety-Car-Fahrzeug unerlaubter Weise überholt und musste deswegen in der 28. Runde in der Boxengasse einen kleinen Stopp einlegen. "Ich dachte, ich sei schon längst am Safety Car vorbei, als ich es plötzlich neben mir gesehen habe", entschuldigte sich der Brite. Zwischenzeitlich schmolz der Vorsprung des Heppenheimers auf etwas über sechs Sekunden, doch schließlich fuhr der 22-Jährige einen souveränen Start-Ziel-Sieg heraus.

Vettel holt auf

Hinter Hamilton komplettierte der amtierende Weltmeister Button das Podium. Auf Platz vier und fünf landeten Rubens Barrichello im Williams und Robert Kubica im Renault. Dahinter schon kam Adrian Sutil ins Ziel, der sich über einen sehr guten sechsten Platz freuen durfte. Pech hatte Nico Hülkenberg, als er nur wenige Runden vor Schluss auf Rang zehn liegend mit einem Reifenproblem das Rennen musste. An seinem 25. Geburtstag musste sich Nico Rosberg mit einem enttäuschenden zwölften Platz abfinden. Der Wiesbadener klagte wie sein Teamkollege Schumacher immer wieder über Bremsprobleme. Auf Platz 18 kam Virgin-Pilot Timo Glock ins Ziel.

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In der Gesamtwertung hat Lewis Hamilton nach neun Rennen an der Spitze sechs Punkte Vorsprung auf seinen Teamkollegen Jenson Button. Nur noch zwölf Zähler hinter Hamilton liegt Sebastian Vettel, der sich von Platz fünf auf Platz drei verbesserte. Mark Webber ist vom dritten auf den vierten Rang zurückgefallen.

Grand Prix Europa - Die Stimmen zum Europa-GP

Nach seinem zweiten Saisonsieg zeigte sich Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel überrascht davon, wie leicht ihm der Triumph in Valencia fiel. eurosport.yahoo.de hat die Stimmen zum Europa-GP zusammengefasst.

Sebastian Vettel (Red Bull): Es war leichter, als ich dachte. Schön, dass wir hier vorn sind, auf einer Strecke, wo wir das nicht erwartet haben. Es ist schön, wieder oben zu sein. Es ist gut für die Weltmeisterschaft. Das Wichtigste ist, dass Mark okay ist. Ich habe über Funk gefragt und war happy, als ich hörte, dass es ihm gut geht. Die Autos werden zwar immer sicherer, aber ein Risiko bleibt doch.

Fortuna Fortuna

Mark Webber (Red Bulll): Nun, man benötigt immer zwei für einen Tango, oder? An diesen Zwischenfall waren wir beide beteiligt. Ich hielt nach dem besten Windschatten Ausschau, um den Job zu erledigen und ihn zu überholen. Er verteidigte sich ziemlich hart, auch innen, blockierte plötzlich sehr aggressiv. Schlussendlich überraschte mich die Tatsache, wie früh er bremste. Das ist das, was mich kalt erwischt hat. Es war egal, wo ich mich befand, oder wie dicht ich im Windschatten fuhr, ich hatte immer noch alles unter Kontrolle.

Christian Horner (Teamchef Red Bull): Außer ein paar blauer Flecken, ist Mark unverletzt geblieben. Er war deutlich schneller als Kovalainen, der plötzlich gebremst hatte. Davon war Mark völlig überrascht. Sebastian lieferte sich einen harten Kampf mit Hamilton. Der hatte Glück, dass bei seinem ersten Manöver nichts passiert ist. Denn es war eindeutig sein Fehler.

Lewis Hamilton (McLaren): Ich dachte, ich sei schon am Safety Car vorbei, als es plötzlich neben mir auftauchte. Am Start war es sehr eng. Nach dem Kontakt mit Vettel habe ich eine Vibration gespürt. Deshalb habe ich danach das Auto etwas geschont.

Norbert Haug (Motorsportchef Mercedes GP): Ein Rennen zum Vergessen - gestern ein schwaches Qualifying, heute kein gutes Boxenstopp-Timing.

Adrian Sutil (Force India): Ich bin sehr zufrieden. Von 13 auf 6 das ist super.

Nico Rosberg (Mercedes GP): Es hat keinen Spaß gemacht. Ich habe schon bessere Geburtstage erlebt.

Vettel auf Pole, Desaster für Schumi

Sebastian Vettel hat die Pole Position für den Europa-GP erobert. Mit seinem Red Bull setzte sich der Vize-Weltmeister gegen seinen Teamkollegen Mark Webber durch. Lewis Hamilton wurde im McLaren Dritter. Das Mercedes-Duo Michael Schumacher und Nico Rosberg landete auf den Plätzen 15 und 12.

Progresja Progresja

"Ich bin genauso ratlos wie alle", meinte Rekordweltmeister Schumacher. "Wenn es ums Qualifying geht, kommen wir nicht in die Gänge."

Dagegen durfte Vettel endlich wieder jubeln. Erstmals seit vier Rennen geht der Heppenheimer am Sonntag (14:00 Uhr im Live-Ticker bei eurosport.yahoo.de) wieder von Startplatz eins in einen Grand Prix und hat die große Chance, im Titelkampf endlich wieder ganz vorn mitzumischen.

Hamilton auf Rang drei

"Nach den letzten holprigen Rennen hat es endlich wieder geklappt. Heute war kein einfacher Tag. Die Strecke hat sich im Qualifying geändert", sagte der 22-Jährige, der in den vier zurückliegenden Qualifikationen stets hinter seinem Teamrivalen Mark Webber lag.

Diesmal musste der Australier als Zweiter seinem elf Jahre jüngeren Kollegen den Vortritt lassen. Vettel setzte sich in 1:37,587 Minuten durch, Webber benötigte 1:37,662 Minuten. Dritter wurde McLaren-Pilot Lewis Hamilton, der zuletzt nach seinen Erfolgen in Istanbul und Montréal die WM-Führung übernommen hat.

Ursachenforschung bei Mercedes

Die Pole Position hat in Valencia eine größere Bedeutung als auf manchen anderen Strecken. Denn auf dem 5,419 Kilometer langen Hafenkurs gibt es kaum Möglichkeiten zu überholen. "Ich denke, wir sind hier sehr stark", glaubt Vettel. Zu den Überraschungen zählte Nico Hülkenberg. Der Williams-Pilot erreicht mit Platz acht sein zweitbestes Ergebnis in seinem Premieren-Jahr und war bis auf die Tausendstelsekunde gleich schnell wie sein Teamkollege Rubens Barrichello.

Als die zehn besten Fahrer noch um die Pole Position bei dem Mittelmeer-Grand-Prix kämpften, standen Schumacher und Rosberg bereits in der Box und betrieben Ursachenforschung. Weit kamen sie dabei - noch - nicht. "Wir haben uns einen großen Schritt nach vorne erhofft, und es geht voll nach hinten los", klagte Rosberg, der sich für seinen 25. Geburtstag am Sonntag mehr einen Platz im Mittelfeld gewünscht hatte.

"Stein der Weisen nicht gefunden"

Bremsen und Reifen machte sein 16 Jahre älterer Teamkollege wieder einmal als Schwachpunkte aus. "Wir haben den Stein des Weisen noch nicht gefunden", sagte Schumacher. Zweifel an der eigenen Leistung hatte er nach seinem schlechtesten Resultat im Comeback-Jahr aber nicht. "Man sieht es ja auch an Nico, dass unsere Performance im Moment nicht ausreicht", sagte der Altmeister.

Auch für Adrian Sutil lief es nicht optimal. Nach den vielversprechenden Eindrücken im Training kam er im Force India nicht über den 13. Platz heraus. Timo Glocks 22. Rang im unterlegenen Virgin war indes im Rahmen der niedrigen Erwartungen.

Ferrari bleibt in Schlagdistanz

Mercedes droht nun endgültig den Anschluss an die Top-Teams zu verlieren. Red Bull und McLaren rasen in beiden WM-Wertungen davon. Auch Ferrari ist mit Fernando Alonso und Felipe Massa in Schlagdistanz, auch wenn Alonso seinen heimischen Fans eine bessere Show als Rang vier bieten wollte. Massa wurde Fünfter.

Vor dem neunten von 19 Saisonläufen liegt Hamilton (109 Punkte) im Fahrer-Klassement vorn. Sein Teamkollege und Weltmeister Jenson Button, in Valencia nur Siebter, liegt drei Zähler dahinter. Dritter ist Webber (103) vor Alonso (94) und Vettel (90). Rosberg (74) folgt mit einigem Abstand als Sechster, Schumacher (34) ist sogar nur Neunter. Bei den Konstrukteuren gibt derzeit McLaren (215) den Ton an, Red Bull (193) und Ferrari (161) lauern, während Mercedes (108) nur vierte Kraft ist.